Die PARTEI Koblenz klagt gegen Burkini-Verbot!


 

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v.l.n.r.: Celina, 23, “Das ist diskriminierend, frauenfeindlich und entbehrt jeder Logik. Ich zieh verdammte scheisse an, was ich möchte!” – Dennis, Student, “Die CDU und Freie Wähler sind veraltet und schimmelig. Da hilft nur reiner Schwimmbad-Chlor.” – Christine, Kulturbeauftragte, “Entweder sind wir alle unzufrieden, oder niemand. Aber mit dieder Entscheidung stellt man sich gegen Gleichberechtigung.”

 

Sebastian Beuth, Vorsitzender KV Koblenz, “Nach unserer Machtergreifung lebt der halbe Stadtrat nicht mehr.”

Am 14. Dezember 2018 wurde auf Änderungsantrag der CDU und Freien Wählern das Tragen von Burkinis in städtischen Schwimmbädern verboten. Nachdem die AfD (mal wieder) wegen Formfehlern keinen vernünftigen Antrag im Koblenzer Stadtrat stellen konnte, boten sich nun CDU und Freie Wähler als rechte Hand, oder eher als ausgestreckter rechter Arm für rechtspopulistische Inhalte an. Alte, verzweifelte, verängstigte weiße Männer bestimmen darüber, wie viel Haut ein Schwimmbadbesucher zu zeigen hat. Das ist absolut inakzeptabel und ein Schlag in die Fresse für die bisher geleistete Integrationsarbeit in Koblenz.
Die drei Fraktionen haben für die Badeordnung eine „Positivliste“ aufgestellt, in der erlaubte Kleidungsstücke („übliche Bademode“, nach ihren eigenen Interpretationen) aufgeführt sind. Alles, was dort nicht erwähnt wird, ist im Umkehrschluss also verboten.

Neoprenanzug und Badekappe: Kein Problem. Burkini: Unüblicher Firlefanz! Verboten.

Nach 5 Minuten googeln, der Lektüre von ein paar Zeilen im Grundgesetz sowie einem Beitrag in
einem dubiosen Juraforum hat sich der Koblenzer Kreisverband der PARTEI entschlossen, gegen
diesen Unfug zu klagen. Da wir nicht genau wissen, wer dafür zuständig ist, haben wir Beschwerde
und Klage bei folgenden Institutionen eingereicht:

– Beauftragter für Migration und Integration Rheinland-Pfalz
– Kommunalaufsicht ADD Koblenz
– Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz
– Bundesverfassungsgericht
– Bei den armen Müttern der CDU-Mitglieder

Wir sehen mit dem Beschluss einen klaren Eingriff in die Artikel 2, 3 und 4 GG (Nicht Good Game,
sondern Grundgesetz). Mit diesem Beschluss werden nicht nur Muslima diskriminiert, sondern
insgesamt Grundrechte von Menschen eingeschränkt.

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Luke, vermutlich 12, sucht immernoch ein städtisches Hallenbad “Aber Hauptsache mal eine menschenverachtende Badeordnung verabschiedet.”

Außerdem haben wir keine Lust darauf, dass die alten weißen Männer uns vorschreiben, was „üblich“ ist.
Sobald wir Neuigkeiten zu den Schreiben haben, werden wir sie umgehend veröffentlichen. Anfragen
zu den Klagen können gerne unter [email protected] gestellt werden.

Dürfen wir überhaupt klagen?
Dem gemeinen Pöbel ist es vorenthalten, gegen diese Entscheidung zu klagen, wenn er nicht selbst
diskriminiert und/oder die Klage über eine Fraktion eingereicht wird. Unserer Erkenntnis nach geht
es hier nicht nur um die Diskriminierung von Religionsangehörigen, es hat außerdem auch Auswirkungen auf die Grundrechte einer jeder Frau. Und ja, da wir Frauen in unserem Kreisverband haben, werden wir klagen.

Das C in CDU steht für Christlich. Deswegen schlagen wir als Alternative vor, sich auf die christlichen Werte des Abendlandes zu berufen und uns schwimmen zu lassen, wie Gott uns schuf: nackt. Oder im Mennoniten-Style züchtig verhüllt.
Um den weißen alten Männern die Angst vor dem Burkini zu nehmen, könnte man ihn auch alternativ in „Schwimm-Onesie“ oder “Ganzkörperschwimmdirndl” umbenennen.

Oder Badejogginghose für alle Geschlechter verordnen.
Jogginghosen gehen immer.

Mit der PARTEI im Stadtrat wäre das übrigens nicht passiert!
Deswegen am 26.05.2019 die PARTEI wählen – Sie ist sehr säkular!